von Gerhard Langmann

 

Das Abgekaufene Vereinsjahr 2021 mit all seiner Coronaproblematik und im Vorschau die geplanten Aktivitäten für 2022.


von Mag. Heinz Kohlhammer

 

 

 

Eine Exkursion mit Viana Styria in die Geschichte des Kohlebergbaus im Bezirk Voitsberg

 

 

Dipl. Ing. Franz Borstner, der die 19 Mitglieder von Viana Styria auf engagierte und kompetente Weise durch die Ausstellung führte, gelang es eindrucksvoll mit vielen Details seinen Zuhörerinnen und Zuhörern die Bedeutung des Bergbaus für unsere Heimat zu vermitteln: Aus dem KARL-SCHACHT mit drei verschiedenen Schachtanlagen wurden in etwa 150 Jahren mehr als 62 Millionen Tonnen hochwertiger Braunkohle gewonnen! Der Kohlebergbau gab tausenden Menschen Arbeit und Brot, prägte die Landschaft und auch die Bevölkerung. Er hatte entscheidenden Anteil an der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts sowie an der Bewältigung der Krisenjahre  nach den beiden Weltkriegen. Das und auch die harte Arbeit der „Knappen unter Tage“ sollten wir alle nicht vergessen, sondern in Erinnerung behalten. Dies haben  der Besuch des  Bergbaumuseums, die engagierte Führung von Herrn Borstner und die vereinsinterne Interessengemeinsamkeit bestimmt bewirkt!

 


von Gerhard Langmann

 

 

Eine ehemalige Telefonzelle als Bücherschrank? Dem Verein Viana Styria, der Bücherdepots bereits in Stainz (Naturmuseum), Rassach (Volksschule) und Marhof (Sommer-Eck) betreibt, gelang sogar dieses Kunststück. „Wir haben eine Vereinbarung mit A1“, freute sich Obmann Karl Dudek über die Zusage der Telekom Austria, die nicht mehr in Verwendung stehende Zelle vor dem Wohnhaus 51 in Stallhof stehen lassen und als Bücherschrank nutzen zu dürfen. Der Eröffnung wohnten seitens der Marktgemeinde Stainz Bürgermeister Walter Eichmann und Gemeindekassier Ernst Kahr bei, von der Bewohnerschaft war Sigrid Kurej vertreten.

 

Genutzt wurde die Mini-Bücherei bereits seit einiger Zeit, offiziell wurde sie am vergangenen Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben. „Uns entstehen keine Kosten“, zeigte Karl Dudek stolz auf die prall mit Büchern aller Art gefüllten Stellagen. Die am Boden montierte Relaisstation, so der Obmann, komme noch weg und werde mit Büchern aufgefüllt. Dadurch werde auch der Einbau eines etwas größeren Tisches möglich.

 

Die Viana Styria Bücherschränke sind Rund um die Uhr geöffnet

 

Der Bücherschrank in Stallhof funktioniert nach denselben Regeln wie die anderen Schränke auch. Soll heißen, die Bücher stehen frei zur Entnahme  zur Verfügung und werden laufend vom Verein gewartet. Im Service enthalten ist die Möglichkeit für Leser, Bücher in den Schrank einzubringen. Der große Vorteil: Die Bücherei ist 24 Stunden und sieben Tage die Woche geöffnet, eine Entnahme ist mit keinerlei Kosten verbunden. Die Vorteile haben sich, wie Obmann Dudek mitteilte, wohl schon herumgesprochen, denn immer wieder sieht man Autos mit auswärtigen Nummertafeln anhalten. Vielleicht ist auch das Internet dafür mitverantwortlich, denn in Wikipedia sind die Styria Viana-Depots als einzige Bücherschränke im Bezirk zu finden.

 

 


von Gerhard Langmann

 

 

Exkursionsfahrt nach Friesach

 

In zwei Gruppen 47 Teilnehmer machten die Reise über St. Stefan, Ligist und Voitsberg, wo jeweils Passagiere zustiegen, über das Klippitztörl nach Kärnten mit. Nach der Ankunft (nach dem Mittagessen wieder) wurde – um einen problemlosen Informationsfluss zu gewährleisten – die Schar in zwei Gruppen geteilt. Während sich Teil 1 dem Burgbau an der Ortseinfahrt zuwandte, machte sich der Rest mit GKB-Fahrer Johann Kienast auf dem Weg zur Stadtführung mit Guide Carmen Heller. „Friesach gilt als die älteste Stadt in Kärnten“, verwies sie auf die einstige Zugehörigkeit zum Fürsterzbistum Salzburg und die Eingliederung 1803 in die Habsburger Monarchie. Danach verlor der Ort mehr und mehr an Bedeutung. Das Gebiet war von Römern und in der Folge von Slawen besiedelt. Die Bedeutung des Ortes lag bis in das Frühmittelalter im Eisen- und Silberbergbau. Der bekannte Friesacher Pfenning war im 12. Jahrhundert die Leitwährung im Südosten des Alpenraums.

 


von Christa Steger

 

Ein Zeitungsausschnitt aus den Bairischen Nachrichten


von Gerhard Langmann

 

 

Der Heimatverein D’Koishüttler hat seinen Sitz in Neuschönau, einer 2.200-Bewohner-Ortschaft im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau nahe der tschechischen Grenze. Neben Brauchtumspflege und Volkstanz legt der Verein sein Augenmerk auch auf die Aufarbeitung der Geschichte.

 

Diesem Umstand war der Ende August erfolgte Besuch einer Vereinsdelegation beim Stainzer Verein Viana Styria geschuldet. Die konkrete Verbindung: Der aus Württemberg stammende Hüttenmeister Tomas Kayser bewirtschaftete zu Beginn des 17. Jahrhunderts sowohl in Neuschönau, als auch in Bad Schwanberg und in Sommereben einen Glaserbetrieb. Das Ziel des Treffens? Ein kultureller Austausch zwischen den Vereinen und eine Partnerschaft der Gemeinden Neuschönau und St. Stefan.

 

Erste Zusammenkünfte der beiden Vereine in Stainz und Neuschönau hat es ja bereits gegeben, die Einladung zum Buschenschank Oswald vulgo Trapl am vergangenen Donnerstagabend kann daher als Treffen alter Bekannter bezeichnet werden. Als Hausherr hieß Viana Styria-Obmann Karl Dudek die deutsche Delegation willkommen. Mit Wolfgang Wölkart hatte sich auch ein Vertreter der Gemeinde St. Stefan eingefunden. „Die Verbindung ist eine wertvolle Angelegenheit“, begrüßte der Vizebürgermeister die angebahnten Kontakte und wünschte beiden Vereinen ein gutes Gelingen in der Zukunft.

 


von Gerhard Langmann

 

Die Jahreshauptversammlung 2021


von Gerhard Langmann

 

 

Das Neurolabyrinth in Stainz befindet sich auf einem zirka 4.500 Quadratmeter großen Areal der Firma Grünewald, das zum einen über den Weg zur Polizeiinspektion, zum anderen über den Grünewald-Parkplatz zugänglich ist. Es bleibt bis Ende September geöffnet und ist bei freiem Eintritt täglich von 9-17 Uhr geöffnet. Alle Besucher genießen innerhalb des Areals einen Versicherungsschutz.

 

 

„Es ist eine tolle Idee“, merkte Bürgermeister Walter Eichmann bei der Eröffnung am vergangenen Freitag an, dass bereits bei Kindern mit spielerischem Lernen gearbeitet wird. So sei das Labyrinth auch nicht ausschließlich für ältere Menschen, sondern auch für jüngere Jahrgänge gut geeignet. „Es ist sein Metier“, mutmaßte er, dass der Gestalter Obmannstellvertreter von Viana Styria Heinz Kohlhammer,  ein früherer Gymnasialprofessor, seine Schüler und Studierenden durch Labyrinthe „gejagt“ hat. „Es ist ohne Jause zu bewältigen“, begrüßte er den niederschwelligen Zugang. Allerdings: „Ohne sich selbst einzubringen, wird es wenig Sinn machen.“

 


von Mag. Heinz Kohlhammer

 

 

Viana Styria:

 

Führung durch den ältesten Baubestand von Schloss Stainz

 

 

Karl Dudek, Obmann von  Viana Styria, dem Verein , der sich  die  Erarbeitung der  Geschichte der Weststeiermark  zur Aufgabe gemacht hat,  bot den  zahlreich erschienen Vereinsmitgliedern und auch anderen  an Geschichte  Interessierten diesmal  etwas Besonderes an: Er führte auch durch die Kellerräumlichkeiten  des Schlosses und der Kirche, um die einzelnen  Umbauphasen darzustellen, die  man aus den unterschiedlichen Bausubstanzen  bis heute  an den Mauern abzulesen vermag.  So kann man z.B.  klar erkennen,  dass die  Außenmauer weiter in Richtung  Osten versetzt wurde. Die  Balkenöffnungen an den Wänden  lassen noch heute die  damalige  romanische Deckenkonstruktion erahnen.  Die Teilnehmer der Führung erhielten so einen besonderen, außerordentlichen  Einblick  in die Baugeschichte des Stainzer Schlosses !

 


von Gerhard Langmann

 

Auch Marhof hat seinen Bücherschrank

 

Viana Styria ist ein Verein, der historische Bildung betreibt. Da passt es recht gut, dass der am vergangenen Dienstag vom Verein aufgestellte Bücherschrank in der ehemaligen k.u.k. Brückenwaage in Marhof untergebracht ist.

Zur Erinnerung: Die Initiative von Viana Styria zielt auf eine Belebung der Lesefreude ab. In öffentlich zugänglichen Bücherschränken werden Bücher zur jederzeitigen und freien Entnahme angeboten. Eine Registrierung ist nicht notwendig, der Zutritt ist rund um die Uhr möglich. Eine Frist für die Rückgabe des entliehenen Buches besteht nicht. Das Plus: Bücher und Hör-CDs können nicht nur entnommen, sondern auch als Dauerleihgabe eingebracht werden.

Der Bücherschrank an der Haltestelle Reinbacher besteht aus zwei von der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg beigestellten, miteinander verschraubten Wertheim-Schränken mit vier ausziehbaren Laden. Er ist fix am Boden verankert, die unteren drei Laden sind für Kinderbücher vorgesehen, die oberste Lade ist den Erwachsenen vorbehalten. Die Schränke wurden derart aufgestellt, dass sich die Laden automatisch schließen.

Kreative Volksschüler

Kreativ gestaltet wurde der Schrank von Kindern der Volksschule Marhof, die sich bei der Übergabe der Anlage am vergangenen Dienstag ein Bild vom Design machten. Sie fertigten die Farbzeichnungen in der Schule an, von Raunjak Intermedias wurden sie angepasst, foliert und auf das Gehäuse aufgebracht. „Sie waren mit großem Eifer dabei“, war das Lehrerteam mit Direktor Christian Kümmel, Markus Luttenberger, Martin Muchitsch und Anja Reisinger von der Kreativität ihrer Schützlinge angetan. „Der erste Entwurf mit nur einem Buch hat mir nicht gefallen“, sattelte Kristina (10) in der Folge auf einen gebastelten Bücherschrank um. „Ich lese gerne“, war für Thomas (11) klar, dass ein gemaltes Lesezeichen auf den Bücherschrank kommen musste.

 

„Ich danke für eure Mühe“, war Karl Dudek in seiner Begrüßung von den Zeichnungen begeistert. Es gehe darum, so der Viana Styria-Obmann, Kinder zum Lesen zu begeistern und vom Computer, Laptop oder Smartphone wegzubringen. Der Marktgemeinde Stainz dankte er für die Überlassung des Standortes. Ebendiese Gemeinde war durch Gemeindekassier Ernst Kahr vertreten, der dem Verein für seine Initiative dankte. „Lesen ist in der heutigen Zeit enorm wichtig“, wünschte er der Initiative – vielleicht auch beim Warten auf den Bus – eine hohe Nutzung.

 


von Gerhard Langmann

 

Mittelalterlichen Siedlungen auf der Spur

 

Auf der Suche nach Zeugen der Vergangenheit entführte der Stainzer Verein Viana Styria seine Mitglieder am vergangenen Samstag zu einer Wanderung auf der Stubalpe. Heute als weitläufiges Eldorado für Wanderfreunde bekannt, bot das Gebiet am Fuße des Alten Almhauses bis in das 13., 14. Jahrhundert herauf das Umfeld für ausgedehnte Siedlungen, in denen nicht nur gewohnt, sondern auch Handel mit Nahrungsmitteln, Wein und Erz betrieben wurde.

„Die Stubalpe war ein Bergwerksgebiet“, wies Vereinsobmann Karl Dudek in seiner Begrüßung auf den Eisen- und Silberabbau hin. Bereits der Name (etwa auch „Stübler Gut“) weist darauf hin, werden im Bergbau Abbaugebiete doch als „Stuben“ bezeichnet. Noch heute sind so genannte Bingen (Mulden) und Lochsteine zu erkennen, die den Eingang zu einem Stollen markierten. Die Sattellage des Gebietes begünstigte auch die verkehrspolitische Bedeutung, die römerzeitlichen Straßen boten Verbindungen in das Kainach-, Mur- und Drautal an. Die so zu bezeichnenden Langstrecken wurden dabei auf einem hochgelegenen Niveau (keine kräfteraubenden Ab- und Aufstiege) genutzt. Ganz interessant: Oftmals wurden für die Übergänge trittsichere Geißen als Lastenträger verwendet. Erst danach folgten Maultiere und Esel, bevor – bei der Verwendung von Karren und Wägen – Ochsen und Pferde als Zugtiere zum Einsatz kamen.

Rege Besiedelungstätigkeit

Beim Durchstreifen eines Siedlungsgebietes aus dem 14. Jahrhundert mussten sich die Teilnehmer durch das Gestrüpp einen Weg durch die abschüssige Gegend mitten im Wald bahnen. Der Fund von Hufeisen und Brennöfen, so Dudek, weise auf das Bestehen einer Pferdewechselstelle und Raststation hin. Recht gut zu erkennen waren die Umrisse (Wüstungen) von ehemaligen Wohnhäusern, Wirtschafts- und Stallgebäuden in einer terrassenförmigen Anordnung. Wobei ein Trennstrich schwer zu ziehen ist, wurden die Häuser doch oftmals gleichzeitig als Wohn- und Stallgebäude (Tiere im Untergeschoß wärmten die darüber liegenden Wohnräume) genutzt. Die Begehung zeigte, dass es auch damals schon kleinere und größere Höfe gegeben hat. Auch von essentiellem Vorteil: Das Wasser (Ursprung des Gößnitzbaches) quasi vor der Haustür. „Das Gebiet war windgeschützt“, wies Karl Dudek auf die Nutzung des Areals als Ackergebiet hin. Die Seehöhe von gut 1.600 Metern stellte keinen Widerspruch dar, waren die damaligen Temperaturen doch deutlich höher als heute. „So an die 160 Menschen“, schätzte er, „werden hier schon gewohnt haben.“

Die Zuschreibungen Wandergebiet, idyllische Landschaft und Ruhe in der Natur könnten, so Obmann Karl Dudek, in Kürze verspielt werden, denn das Gebiet ist für die Errichtung von knapp zwanzig Windradanlagen vorgesehen. „Der Grundbedarf ist enorm“, wies er – neben den Auswirkungen auf die Tierwelt - auf die notwendige Errichtung von breiten und langgezogenen Straßen in der unberührten Natur hin.

 


von Gerhard Langmann

 

Viana Styria füllte den nächsten Bücherschrank

 

Davor war er als gewerblicher Kühlschrank beim Gasthaus Hahnhofwirt im Einsatz, nach einem Facelifting wurde er vom Verein Viana Styria - an sich auf historische Sichtweisen ausgerichtet - der Nutzung als Offener Bücherschrank zugeführt. Am vergangenen Mittwoch wurde der Schrank offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Wie lautet diese? Der Schrank steht vor dem Haupteingang der Schule (aus Sicherheitsgründen nicht auf der Straßenseite) und ist mit Büchern aller Genres vom Kinderkochbuch über Krimis bis zu Sachbüchern bestückt. Die Bücher können kostenfrei, 24 Stunden am Tag und ohne Registrierung entliehen werden. Nehmen, lesen und zurückbringen lautet die Reihenfolge, der man noch das Verb sauber halten anfügen könnte. Umgekehrt funktioniert auch: Wenn jemand ein Buch übrig hat, kann er es einfach im Schrank deponieren. Die Wartung des Buchbestands liegt in den Händen von Viana Styria. Die spontane Idee der Direktorin: Jedes Rassacher Schulkind könnte zwei ausgelesene Kinderbücher einbringen.

Weitere Schränke in Planung

„Die Volksschüler haben den Bücherschrank gestaltet“, bedankte sich Viana Styria-Obmann Karl Dudek bei Direktorin Karin Koele-Klimbacher. Angedacht war auch ein Leader-Projekt mit heimischen Künstlern, das wegen der Corona-Ängste aber verworfen wurde. Als nächste Locations stehen für Dudek Stallhof (Telefonzelle wird umgewidmet) und Mettersdorf (als Basis dienen zwei Wertheim-Schränke der BH Deutschlandsberg) im Raum. Handlungsbedarf besteht aber auch in Stainz, der Schrank bei der „Giraffe“ erweist sich als zu klein. Zur Einordnung der Situation: „Stainz ist die erste Gemeinde mit einer solchen Aktion.“

„Lesen gehört zur Bildung“, bezeichnete Walter Eichmann, der von Gemeindekassier Ernst Kahr begleitet wurde, die Aktion der Bücherschränke als tolle Idee, die einen niederschwelligen Zugang zum Lesen ermögliche. Der nächste Schritt sei dann der Gang in eine Bücherei. Wichtig, so der Bürgermeister, sei die laufende Wartung der Schränke. Er begrüßte die Verbreitung der Idee über die Kindergärten und Schulen und sicherte die Unterstützung der Gemeinde zu. Konkret sagte er die Anschaffung eines zweiten Bücherschranks für den Standort Universalmuseum („Gisela“) zu.

„Ich lese fleißig“, bekannte Hannah (10), dass sie am liebsten Sachbücher zum Lernen und Geschichten mit Tieren hat. Als Erstklässler hat Paul (7) die Wahl, selbst zu lesen (Anmerkung der Direktorin: „Er ist sehr tüchtig.“) oder sich vorlesen zu lassen.

 


 von Gerhard Langmann

 

Offener Bücherschrank von Viana Styria

 

Dem Domizil in der Kärntner Straße kann eine gewisse geschichtliche Relevanz nicht abgesprochen werden. Zuerst diente der Standort als erste Brückenwaage von Stainz, danach nahm dort eine Tabak/Trafik ihr Quartier, bevor er in der Folge zum – zunächst mit geschlossenem und später geöffnetem Dach – als Kunst im öffentlichen Raum zum Gehege für die Giraffe (im Volksmund Gisela) des holländischen Künstlers Helmut Dick und zum Naturmuseum Stainz mutierte.

Nunmehr nahm der historische Verein Viana Styria vom Gebäude Besitz und installierte im Innenraum einen Offenen Bücherschrank. „Der Schrank soll keine Bibliothek sein“, betonte Obmann Karl Dudek bei der Eröffnung zwar die Zusammenarbeit mit den örtlichen Büchereien, stellte als Zielsetzung aber die Ansprache der vielen lesehungrigen Menschen in den Vordergrund, die das Angebot ohne Anmeldung, kostenfrei und rund um die Uhr in Anspruch nehmen können. „Wir hoffen auf einen intensiven Austausch“, redete er einem regen Kreislauf von Nehmen (Entleihen) und Geben (Einverleibung) der Bücher das Wort. „Es werden ständig neue Bücher dazukommen“, sagte Dudek die laufende Kennzeichnung der Zugänge zu. Ein Verkauf von Büchern sei damit nicht möglich.

„Es möge ein Ort der Kommunikation werden“, deponierte Karl Dudek eine weitere Viana Styria-Zielsetzung. Soll heißen: Die Bücher können an Ort und Stelle auf der aufgestellten Sitzbank gelesen, aber auch mit nachhause genommen werden. „Es ist“, umschrieb es der Obmann, „die gelungene Besetzung einer öffentlichen Fläche durch eine nicht kommerzielle Nutzung.“ Seine Bitte an alle Nutzer: Bitte sorgsam mit den Büchern umgehen und den Platz sauber halten. Ein Angebot an alle Spender: „Bei Bedarf holen wir die Bücher gerne ab.“ In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei der Marktgemeinde Stainz für die Überlassung des Platzes.

„Lesen ist in breiten Schichten unterbewertet“, lobte Walter Eichmann die Aktion als eine tolle Idee. Der Zugang zum Lesen, so der Bürgermeister, solle niederschwellig sein und nicht über ein Sachbuch erfolgen. So könnte Schritt für Schritt ein Zugang zu anspruchsvollerer Literatur gelingen. „In jedem Fall sollte mit einem Buch sorgsam umgegangen werden“, hoffte er, dass der Offene Bücherschrank nicht nur von der Jugend, sondern von allen Altersschichten angenommen wird.

 


von Mag. Heinz Kohlhammer

 

Die Heimat und deren Geschichte seinen Mitgliedern auf sachkundige Art und Weise nahezubringen: Auch darin sieht der historische Verein Viana Styria eine wichtige Aufgabe! Am 17.Oktober bat Karl Dudek diesmal zu einem Rundgang durch Bad Schwanberg. Und Günther Pototschnigg, Vereinsmitglied seit Anbeginn, im Ort geboren und aufgewachsen und seit seiner Rückkehr aus Deutschland immer wieder als Fremdenführer im Ort tätig, übernahm als „Schwanberg-Experte“ des Vereins naturgemäß die Leitung des Rundgangs. In seinen Einführungssworten macht er klar, dass das Gebiet um Schwanberg an der schwarzen Sulm schon in der La-Tène-Zeit ( 450 v.Chr. bis Christi Geburt) besiedelt war und somit auf eine mehr als 2000 Jahre andauernde Geschichte verweisen kann. 


von Mag. Heinz Kohlhammer

 

Das Bergbaumuseum Steyeregg ist dazu tatsächlich ein „Museum zum Anfassen“ – informativ und erlebnisreich. Im ersten Schauraum erwarten den Besucher in übersichtlichen Vitrinen Schautafeln, Fotos, Grubenpläne, Fossilien, Karten und bergmännische Werkzeuge. Ein geologischer Vertikalschnitt eines Kohlebergbauwerks als Modell „Über und unter Tage“ mit Förderturm – Halde – Gleisanlage – Richtschacht – Wettersohle – Baustollen u.s.w. veranschaulicht dem Museumsbesucher, wie „unter Tage“ gearbeitet wurde.

 Das Video dazu


von Mag. Heinz Kohlhammer

 

Freitag, 21.August, 10 Uhr: Vor dem Eingang zum Burgmuseum Deutschlandsberg versammeln sich Mitglieder und Gäste von Viana Styria, dem historischen Verein der Weststeiermark, der uns allen die Geschichte unserer  unmittelbaren Heimat  näherbringen möchte. Das Programm des heutigen Tages ist für Fans der lokalen Geschichte von großem Interesse: Mag. Andreas Bernhard , der Archäologe des Hauses, führt  selbst durch das Museum – also eine „Spezialführung“ , die  von allen als echtes Ereignis  angesehen wird. Dann die erste Überraschung: Herr Bürgermeister Mag. Wallner begrüßt gemeinsam mit Obmann Karl Dudek die Besucher, wünscht einen lehrreichen Vormittag und lädt alle, die die doch über 3 Stunden lang dauernde Führung  bis zum Ende durchhalten, zu einem abschließenden Gespräch mit passendem Getränk im Burgrestaurant ein. Obmann Karl Dudek bedankt sich bei Kurator Anton Stefan dafür, dass er diese Sonderführung für die Vereinsmitglieder von Viana Styria ermöglicht hat.

 


von Mag. Heinz Kohlhammer

Es ist der Frauenberg bei Leibnitz, der sicher zu den wichtigsten archäologischen Fundstellen der Steiermark gehört. Das angrenzende Museum hütet ein 6500 Jahre umfassendes archäologisches Erbe , ist selbst denkmalgeschützt -  und wird Tempelmuseum genannt, da es auf den Grundmauern eines römischen Tempels errichtet worden ist. Diese einzigartige Konstellation ermöglicht somit  in besonderer Weise die  Rückbesinnung auf eine Kult-Tradition, die von einer keltischen Ammengöttin über die römische Isis-Noreia bis zur christlichen Gottesmutter Maria reicht.  Grabungsleiter Dr.Bernhard Schrettle , selbst Mitglied von Viana Styria und auch Leiter von ASIST  (Archäologisch Soziale Initiative Steiermark), führt  die Gruppe  fast zwei Stunden lang durch das Gelände und das Museum. Seine engagiert vorgetragene Facherzählung  fasst das relevante Wissen über den Kultplatz Frauenberg wunderbar zusammen und überrascht   auch mit Informationen über die Sensationsfunde der archäologischen Grabungen in den letzten Jahren

 


von Gerhard Langmann

Obwohl etliche Vorträge, Wanderungen und Exkursionen durchgeführt wurden, sprach Obmann Karl Dudek von einem durch Corona verhexten Jahr. Auch mit der Quartiersuche zeigte er sich nicht sonderlich zufrieden. „Auf der Koralm wurden wir massiv fündig“, berichtete er von archäologisch wertvollen Funden in jenen Gebieten, die für Wind- und Wasserkraft designiert sind. In der Glashüttenforschung gelang ein erfreulicher Schulterschluss mit Neuschönau (D) und den heimischen Gemeinden St. Stefan, Bad Schwanberg und Stainz,
Zufriedenstellend fiel der Kassabericht von Paula Dudek aus, der einen Aktivenvortrag in das kommende Jahr ermöglichte. Über Antrag der Kassaprüfer Anton Albrecher und Gerhard Löffler erteilte die Mitgliederversammlung der Kassierin und dem Vorstand die einstimmige Entlastung. Ebenso einstimmig erfolgte die Zustimmung zum ausgeglichenen Voranschlag für das Jahr 2020.
Durch den Rückzug von Herbert Kriegl war eine Kooptierung erforderlich: Heinz Kohlhammer wurde als Obmannstellvertreter in den Vorstand berufen. Eine Anpassung erfuhren auch die Statuten: Nunmehr gilt Hauptplatz 1, 8510 Stainz, als Sitz des Vereins. „Es liegt in der Mitte unseres Einsatzgebietes“, begründete der Obmann diesen Schritt.
Ein Blick nach vorne betraf die Herausgabe eines Kochbuches mit Rezepten aus Großelternzeit. „Da steckt viel Arbeit dahinter“, hoffte Karl Dudek, den Druck im Jahr 2021 zu schaffen. Was vor allem kompliziert, ist die „Übersetzung“ der Kurrent-Schrift. Ebenfalls auf der To-do-Liste finden sich eine Exkursion zum Burgmuseum Deutschlandsberg, eine Führung im Frauenberg-Museum und eine Besichtigung der Fundstätten Stüblergut. „Ich danke allen für das Engagement“, hängte der Obmann als Bitte den Verkauf der Vereinszeitung durch die Mitglieder an.
Von einem großen Aufgabengebiet sprach Bürgermeister Walter Eichmann in seinem Grußwort. Die eingeschränkten finanziellen Mittel würden oft nur eine Reduzierung auf Highlights ermöglichen. Dennoch sei ein Nachdenken über die Vergangenheit wünschenswert. „Wissen öffnet den Blick“, betonte er die Bereicherung, die eigene Geschichte zu kennen. „Man wird sie brauchen“, bezog er zu den manchmal im Gegensatz zu archäologischen Arbeiten stehenden Bereiche der alternativen Energien Stellung.
„Die Zeiten werden turbulent“, meinte Karl Dudek abschließend, dass der Kampf gegen die Baumaschinen herausfordernd sein werde. Es könne aber auch, wie Andreas Bernhard vom Burgmuseum Deutschlandsberg einwarf, gute Lösungen wie beim Kärntner Magdalensberg geben. Vorteilhaft sei die Einarbeitung von Fundhoffnungsgebieten in die Entwicklungskonzepte der Gemeinden.

 

 






Rundgang zur historischen Wasserburg                                                                          von Gerhard Langmann

 

Auf Besuch bei den Lemsitzern

 

„Die Anlage wird fünf- bis siebenhundert Meter umfasst haben“, bezog sich Karl Dudek, Obmann von Viana Styria, auf die Beschreibung von Karl Schmutz, Autor des Historischen Lexikons der Steiermark, aus dem 19. Jahrhundert. Als erste Erwähnung lässt sich das Jahr 1180 datieren, zu dem Vertreter aus dem Geschlecht der Lemsitzer in den Totenbüchern feststellbar waren. „Es war ein weitverzweigtes Geschlecht“, nannte Karl Dudek 174 bis heute feststellbare Lemsitzer, deren Besitzungen bis nach Semriach oder Radkersburg reichten.

 

Nach dem Start auf dem Sportplatz machte die Gruppe nahe dem Gelände des Trainingsplatzes Halt, um sich auf dem freien Feld in Richtung Wald einen Überblick über die seinerzeitige Burganlage und ihre Wassergräben zu machen. „Es könnten befreundete Geschlechter gewesen sein“, schloss Dudek zwei in unmittelbarer Nachbarschaft stehende Wehrbauten nicht aus. Im Wald waren dann der obere und untere Burggraben deutlich zu erkennen. „Die Wassertiefe dürfte wohl vier Meter betragen haben“, betonte der Führer, dass das Wasser rund um die Burg als Gegengewicht zum Mauerwerk gewirkt hat. Gut zu sehen war im Boden auch der runde Turmhügel aus Stein und Holz, der ebenfalls von Wasser umgeben war. Die Kernburg dürfte zwei Stockwerke umfasst haben. Niedergang des Geschlechts und Verfall der baulichen Anlagen dürften zu Beginn des 17. Jahrhunderts eingesetzt haben.

 

 

 


Viana Styria-Obmann Karl Dudek stellte sein „Buch“ vor                                     von Gerhard Langmann

 Die Geschichte von Bad Sauerbrunn auf 14 Seiten

 

STAINZ. - Bad Sauerbrunn ist gleichermaßen bekannt als Wanderziel und für seine Heilquelle. Mit seinem „Geschichtsbuch“ über die Stainzer Johannesquelle und die Region Sauerbrunngraben fügte der Heimatforscher Karl Dudek, Obmann des Vereins Viana Steiermark, eine Lesenswürdigkeit in Form eines Freiluftbuches an. Die Blätter bestehen aus Extruder-Platten, Schrift und Bilder wurden auflaminiert, die Oberflächen mit einer UV-beständigen Folie überzogen.

Der Inhalt des Buches ist in jedem Fall lesenswert. Schon die Römer haben um die Heilwirkung der Quelle gewusst, wie die Münzfunde beweisen. Lange Zeit war sie in Besitz des Chorherrenstifts, Professor Richard Mally führte im 19. Jahrhundert die erste wissenschaftliche Untersuchung des Wassers durch. Die Schaffelbäder erfreuten sich großer Beliebtheit, in den 1930-er-Jahren wurde sogar ein Fiakerdienst von Stainz nach Sauerbrunn geführt. 1978 ebbte die wirtschaftliche Nutzung vollständig ab, nach der Schleifung der Gebäude ist das Areal derzeit im Eigentum der Gemeinden St. Stefan und Stainz. Mit den Burgen Wessenstein und Sporiroaofen beschreibt Karl Dudek zwei frühzeitliche Gebäude mit großer regionaler Bedeutung.

 Bei der Vorstellung des Buches waren die Bürgermeister Walter Eichmann, Stephan Oswald, Tourismusverbandsobmann Ewald Zarfl jun., Gastwirt Günther Schaar und Viana Steiermark-Vorstandsmitglied Paula Dudek mit von der Partie.

 


Heimatforscher Karl Dudek sprach im Dachbodentheater                                                 von Gerhard Langmann

 

Ausflug in das Stainz des 19. Jahrhunderts

Seinen Rückblick begann Karl Dudek mit einem Blick auf die Pfarrkarte St. Stefan im 19 Jahrhundert, in der Stainz als kleiner Flecken aufschien. „Wir liegen an keiner wichtigen Straße“, hatten die Stiftskanoniker dazu gemeint. Was waren die Gründe dieser Beengtheit? Wald, Pichling und Stallhof reichten mit ihrem Ortsgebiet tief in das heutige Stainz herein. Erst um etwa 1870 wurden die Häuser der heutigen Erzherzog-Johann-Straße (Oswald, Gschiel) baulich verändert, um eine Zufahrt auf den Hauptplatz zu ermöglichen.

Anhand des Franziszeischen Katasters zeigte Karl Dudek die Häuseranordnung vor rund zweihundert Jahren auf. „Das war das Armenhaus“, begann er mit der Kreuzung beim Haus Markovec in der heutigen Grazer Straße, das auch Ausgangspunkt für die Straße nach St. Stefan war. Eine Klosterstraße damals gab es noch nicht, die wurde erst zum Besuch von Kaiser Franz Joseph angelegt. „Hier war früher ein Friedhof“, bezeichnete er die heutige Marienkapelle als Friedhofskirche.

Nach der Pause wandte sich der Heimatforscher den baulichen Charakteristika des Stiftes zu. Anhand von Zeichnungen, Bildern und Fotografien zeichnete er dessen ursprünglichen Umrisse nach. „Die Kirche wurde nie geostet“, widersprach er der gängigen Meinung, dass die Ausrichtung der Pfarrkirche mit ihrer angebauten Barbara- und Kreuzkapelle verändert worden sei.

 

 





Aktive Heimatforschung als nachhaltige Grundlage der Heimatpflege                                        von Josef Fürpass

 

In Deutschlandsberg soll nun ein Zentrum für Heimatkunde und Heimatforschung entstehen. Dafür setzt sich Viana Styria ein. Der historische Verein besteht aus Laien und professionellen Leuten, die ihr fundiertes Wissen und archäologisches Feingefühl mit einbringen.

Viana Styria führt Deutschlandsberg und Voitsberg enger zusammen. „Die Kainach zwischen Voitsberg und Wildon wurde noch bis in die Neuzeit auf manchen Karten als Viana ausgewiesen“, begründet Karl Dudek die Namensgebung für den von ihm geleiteten historischen Verein. „Der Fluss soll jedoch kein teilendes, sondern ein bindendes Glied zwischen der Nordweststeiermark und der Südweststeiermark sein.“ Als Vereinslogo wurde eine keltische Triskele gewählt.

Die Ära von Viana Styria hat am 1. Juli 2018 offiziell begonnen. Der Verein umfasst zurzeit 20 interessierte Mitglieder. Das Besondere dabei ist, dass Heimatforscher, Hobbyhistoriker und Wissenschafter gemeinsame Ziel verfolgen.

 Bürgermeister Josef Wallner assoziiert mit Viana Styria einen sehr bedeutsamen Verein, der sich um die Geschichte der Weststeiermark verdient mache. „Es gibt Quellen, die im Archiv liegen oder als Zeitzeugen zu befragen sind, um das Wissen in erlebter Weise zu erfassen.“

 „Unser Ziel ist es, die Geschichte der Weststeiermark aufzuarbeiten und zu bewahren“, erklärt Obmann Karl Dudek. „Wir wollen vor allem die Kinder und Jugend für die Geschichte der engeren Heimat in lebendiger Form zu interessieren.“ Die Öffentlichkeitsarbeit ist Viana Styria daher ein wichtiges Anliegen. „Wir bemühen uns, mit den Bevölkerung mehr zu kommunizieren, zudem wollen wir mit Gemeinden, Museen und Tourismusverbänden zusammenarbeiten“, kündigt Dudek an.

 Wie Vizebürgermeister Anton Fabian seitens des Stadtmarketings einräumte, sei angedacht, dem Verein vorläufig einen Raum in der Stadtgalerie zur Verfügung zu stellen. Das Zentrum soll auch als Archiv und zum gegenseitigen Austausch von Wissensbereichen dienen.

 Der Vereinsvorstellung im Seminarraum des Burgmuseums Archeo Norico wohnten Gemeindevertreter von Deutschlandsberg, Stainz, St. Stefan ob Stainz und Preding sowie zahlreiche weitere Interessierte an.

 Mit Bildern wurde die Heimatforschung und Feldbegehung sichtbar gemacht. Der Bogen spannte sich von Hofwüstungen und verlassenen Bergwerken auf der Koralm über einen alten Grenzstein auf der Schirchleralm, der alten Hammerschmiede in Stainz, den Kreuzwehstein am Wallfahrerweg Wolfgangi bis hin zur Schanz in Modriach. Auch wie die Hebalm einmal ausgesehen hat, wurde den Besuchern vor Augen geführt.

 


 

 

 




  von Gerhard Langmann

 

Verein "Viana Styria" gegründet                                                                                

Bewusstseinsbildung für Historisches im Fokus.

Nach etlichen Überlegungen, Vorarbeiten und Besprechungen war es soweit: Der Verein Viana Steiermark erlebte am vergangenen Freitag bei der konstitutionierenden Sitzung auf der Burg Deutschlandsberg seine Gründung. Was verbirgt sich dahinter? Im Mittelpunkt der Vereinstätigkeiten stehen Heimatkunde und -forschung, historische Arbeiten und Archiv- und Denkmalpflege. Ein weiterer wesentlicher Punkt: Der Verein soll in der Bevölkerung Bewusstsein schaffen für die geschichtlichen Zusammenhänge in der Weststeiermark.

 Um diese Ziele zu erreichen scheint ein Zusammenschluss aller professionellen und ehrenamtlichen Heimatforscher der Region Weststeiermark vorteilhaft. Nur so wird es möglich sein, die Zusammenarbeit mit heimatkundlichen Verbänden, die Pflege von erhaltungswürdigen Denkmälern, die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen, einen laufenden Gedankenaustausch und die Herausgabe von Fachpublikationen zu gewährleisten.

 Ohne Geld ka Musi gilt auch für Viana Steiermark. So sind die Vorstandsmitglieder gerade an der Arbeit, Mitglieder für den Verein zu werben. Ebenfalls in Angriff genommen wird die Suche nach einem Sponsor, dem die Förderung historischer Angelegenheiten ein Anliegen ist.

 Wie setzt sich der neugewählte Vorstand zusammen? Zum Obmann gewählt wurde Karl Dudek, ihm zur Seite stehen Herbert Kriegl, Erika Runge, Andreas Bernhard, Paula Dudek, Rupert Stipper, Anton Albrecher, Dietmar Löffler.

 

 




von Gerhard Langmann

 

Viana Styria" vor der Gründung                                                                                      

 

Heimatforscher Karl Dudek als Proponent.

 

 

 

Mit seiner dritten Sitzung, diesmal beim Kirchenwirt Nabernik, steuerte „Viana Styria“ sehr konkret auf seine Gründung zu. Was ist die Zielsetzung des künftigen Vereins? „Es soll ein Verein für weststeirische Heimatforschung, Heimatkunde, Archiv- und Denkmalpflege sein“, präzisierte Proponent Karl Dudek die Vorgehensweise. Im Vorstand, so Dudek, sollten Hobbyhistoriker, Heimatforscher, Wissenschaftler und interessierte Laien vertreten sein, denen Heimatforschung, aber auch Archivarbeit in der Weststeiermark ein Anliegen sind.

 

„Die Jugend sollte sich wieder für die Geschichte der engeren Heimat in lebendiger Form interessieren“, definierte Karl Dudek die Ansprache von Kindern und Jugendlichen ein nächstes Ziel. Ein weiteres Begehren sollte die Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden in der Weststeiermark sein. „Es gilt“, betonte Karl Dudek, „Interessierten, Besuchern und Gästen Antworten auf Fragen über unsere Heimat anzubieten.“ Plakative Werbeträger wie „Schilcher“ oder „Flascherlzug“ seien einfach zu wenig.

 

Ein weiteres Feld: in den Gemeinden das Interesse für die Vergangenheit wachrütteln. Konkret sprach Dudek die Tatsache an, dass gewisse Unterlagen nach dreißig Jahren vernichtet werden. „Eine Lagerstelle im Burgmuseum haben wir schon“, dachte er die Schaffung eines zentralen Gemeindearchivs an, das wertvolle Unterlagen und Dokumente in Papierform organisiert, lagert und digitalisiert. „Durch die Internetpräsenz“, so seine Überlegung, „würde ein überregionales Forschen deutlich erleichtert.“